Partnership

myGekko und BlueRange für Bestandsgebäude

Der Stuttgarter Digitalisierungsspezialist für drahtlose Gebäudeautomation BlueRange kooperiert mit myGekko Building Intelligence.

Smart Offices 2.0

Autonomie ist das Schlagwort für eine neue technische Welt, von der wir uns von statischen und zentralisierten Strukturen lösen. Wo einst Stabilität und Zuverlässigkeit versprochen wurden, hat sich der Weg für Veränderungen hin zu flexiblen Strukturen geöffnet. Ob in der Finanzwelt, bei Blockchains, die den Fluss von Währungen darstellen, in der Mobilität mit autonomem Fahren, dezentralen Energiekonzepten oder autonomem Leben und Arbeiten. In vielen Bereichen der Gesellschaft ist Dezentralisierung möglich oder bereits im Gange.

Interessant ist, dass die Kombination der Begriffe „autonom“ und „Wohnen“ eine 180-Grad-Wende genommen hat. Wo einst „autonomes Leben“ mit Anarchie, Punks, Hausbesetzern und Systemkritik in Verbindung gebracht wurde, hat eine positive Umdeutung stattgefunden. Heute steht „autonom“ für die Vision einer besseren und nachhaltigen Welt, technologiebasiert und befreiend von zentralen Strukturen.

Autonomes Wohnen bedeutet smarte und intelligente Gebäude, in denen wir in naher Zukunft leben und arbeiten werden. Ein Konzept, bei dem unsere Häuser und Büros technisch so ausgestattet sind, dass sie in gewisser Weise „intelligent“ sind.

Diese „intelligenten Gebäude“ oder besser „intelligente Büros“ sind dank des technischen Fortschritts realistisch und machbar geworden. Studien wurden zu Pilotprojekten. Ehrgeizige Pionierbauten haben sich zu technologischen Lösungen entwickelt, die dank des Internets der Dinge weiterentwickelt und genutzt werden konnten. Das Internet hat die Nutzung und Steuerung von vernetzten Geräten wie Sensoren, Aktuatoren und anderen Komponenten ermöglicht.

„Intelligent“ bedeutet, dass viele Bausteine in einem Gebäude durch Vernetzung reguliert und über Smartphones und Apps gesteuert werden können. Individuell oder durch definierte Parameter. So können beispielsweise Jalousien und Lampen je nach Sonneneinstrahlung geregelt, die Temperatur von Heizsystemen ferngesteuert und Sicherheitssysteme wie Kameras bedient werden. Darüber hinaus können intelligente Stromzähler den Energieverbrauch messen und dank der Blockchain dezentralen grünen Strom zum günstigsten Preis kaufen.

Intelligence 2.0

Nach Definition ist Gebäudeautomation die Steuerung, Regelung und Optimierung von Geräten in Gebäuden und die technische Basis für „intelligentes Wohnen und Arbeiten“.

Ein Problem bei der Digitalisierung von Gebäuden sind jedoch Kabel. In jedem Gebäude bildet Kupfer das Rückgrat der Kommunikation. Kilometerlange Kupferkabel durchziehen jedes Bürogebäude. Betrachtet man die Analogie zu einem lebenden Körper, könnten die Kupferkabel das vegetative Nervensystem sein, das Transportmedium für Informationen in jedem klassischen Gebäude.

Was geschieht mit der intelligenten Gebäudesteuerung? Man steuert die Beleuchtung oder vielleicht die Kaffeemaschine über Kupferkabel mit dem Smartphone und der APP. An sich normal und nichts Besonderes. Es funktioniert, ist aber nicht zu Ende gedacht und ein wenig veraltet oder technologisch nicht mehr angemessen. Hier wird eine Lösung für Gebäudeintelligenz 2.0 benötigt.

In Neubauten können Kabel intelligent verlegt werden, aber hier sind die Kosten aufgrund des Materials und des zusätzlichen Aufwands viel höher als bei alternativen Lösungen.

Bei bestehenden Gebäuden ist die Situation weitaus komplexer. Schwere Maschinen und Geräte müssen eingesetzt werden, um Wände zu öffnen und Kabel zu verlegen. Aber es gibt eine andere Möglichkeit.

Die andere Lösung

Um die Digitalisierung von Gebäuden neu zu interpretieren, muss man das Haupttransportmedium für Informationen neu denken. Und das erfordert eine „nachkupferne Lösung“ – oder eine Ergänzung zum Kabel. Man benötigt ein völlig neues infrastrukturelles Nervensystem. Ein digitales und intelligentes Gebäude ist komplex und benötigt eine effiziente Kommunikationsinfrastruktur – ein wenig wie ein lebender Organismus.

Die Lösung ist ein digitales System aus Sensoren und Aktuatoren, die drahtlos miteinander kommunizieren und ein sogenanntes Mesh zwischen Räumen, Etagen oder sogar Gebäuden bilden. Ein Mesh ist ein drahtloses lokales Netzwerk, das aus mehreren Wi-Fi-Komponenten besteht, die Informationen energiesparend übertragen.

Hier haben wir die Lösung von BlueRange, einem intern entwickelten Softwareprotokoll, das Bluetooth als Träger für Informationen im Gebäude nutzt. Wieder die Analogie zum Organismus: Wenn Bluetooth als Träger die Frequenz oder Stimme wäre, dann wäre BlueRange die spezifizierte Sprache, die die Informationen enthält.

Neben der Software bietet BlueRange auch die entsprechende Hardware, also die „Rezeptoren“ und „Synapsen“ des „Nervensystems“. Diese Beacons werden an der Decke installiert und sind sofort einsatzbereit. Jeder einzelne Sensor kann über das BlueRange-Portal gesteuert werden.

Die Informationen werden über eine spezielle Steuereinheit – das Gateway, das wie ein Gehirn funktioniert – verarbeitet. Es sammelt alle Informationen und koordiniert die Bausteine über eine Cloud oder einen Server.

Das Gebäude wird über individuell erstellte und maßgeschneiderte Apps gesteuert.

Neben der digitalen Gebäudesteuerung wird BlueRange hauptsächlich in Bereichen eingesetzt, die moderne Lagerhaltung, Bestandsführung oder Strukturierung erfordern. D.h., das sogenannte Asset Tracking. Mobile Inventarstücke können sofort durch Standortverfolgung lokalisiert werden. In Krankenhäusern können mobile Geräte beispielsweise durch ein Mesh sortiert und lokalisiert werden.

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